Dienstag 07.04.2020 18:53
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Beatmungspflegeportal - 04.02.2020

Jubiläum: 30 Jahre Intensivmedizin + Intensivpflege.Symposium startet in der MESSE BREMEN mit Themenvielfalt

In der begleitenden Fachausstellung präsentieren Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen, Interessierte kommen mit Experten ins Gespräch.

2020 wird ein rundes Jahr für das Symposium Intensivmedizin+ Intensivpflege, denn es feiert 30-jähriges Jubiläum. 1989 kamen erstmals 29 Intensivmediziner und -pflegekräfte in einem kleinen Hotel in Bremen zu einer Tagung zusammen. Zwei Jahre später entstand daraus ein jährlich wiederkehrender dreitägiger Kongress, der sich heute mit bis zu 4.850 Teilnehmern zu einem der führenden seiner Art in ganz Europa entwickelt hat: Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege. Von Mittwoch bis Freitag, 26. bis 28. Februar 2020, treffen sich erneut Mediziner, Pflegende und Mitarbeiter von Krankenhausverwaltungen beim größten verbandsunabhängigen Kongress seines Sektors in der MESSE BREMEN und im Congress Centrum Bremen.

„Während noch vor 30 Jahren Fragen wie: ‚Wie stelle ich ein Beatmungsgerät richtig ein?‘ aktuell waren, sind die Themen heute komplexer geworden“, sagt Professor Werner Kuckelt, Mitbegründer des Symposiums und Beiratsmitglied. Entsprechend wird den Teilnehmern 2020 wieder ein breites Kongressprogramm geboten, welches von der Anästhesie bis zur Notfallmedizin, vom Krankenhausmanagement bis zur erfolgreichen Stressbewältigung reicht. „Neben den Fachthemen greifen wir auch allgemeine Themen mit hoher Aktualität auf“, sagt die Leiterin des Bereiches CONGRESS BREMEN und Gastveranstaltungen, Kordula Grimm.

Das zentrale Thema der „Hot Topic“-Sitzung ist die Frage, wie viele Intensivbetten die Krankenhäuser wirklich brauchen. „Dieser Punkt bewegt die Medizinszene sehr“, sagt Professor Herwig Gerlach, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Vivantes Klinikum Berlin-Neukölln. „Europaweit hat Deutschland pro Bevölkerung die höchste Rate an Intensivbetten“, so Gerlach. Laut Statista (2019) hatten 2016 deutsche Kliniken durchschnittlich 20,4 Intensivbetten.

Daneben geht es auf dem Symposium unter anderem auch um chronische Schmerzen, um den Umgang mit Antibiotika-assoziierten Komplikationen und um die Frage, wer verantwortlich ist, wenn Roboter in der Behandlung Fehler machen. Zudem diskutieren Experten über den Spagat zwischen Ethik und Ökonomie, und über die Fürsorgemöglichkeit am Krankenbett in Anbetracht zunehmender Arbeitsverdichtungen und Leistungsziele. Das Master Class Symposium zum Thema „Organisation und Management in der Intensivmedizin“ richtet sich insbesondere an Ober- und Fachärzte. Abgerundet wird das Angebot durch BISS- (Bremer Intensiv-Starter) Seminare, Workshops, Lesungen und interaktive TED-Sitzungen. Viele der Angebote sind multiprofessionell.

Drei Institutionen veranstalten das Symposium gemeinsam: der Wissenschaftliche Verein zur Förderung der klinisch angewendeten Forschung in der Intensivmedizin e.V. (WIVIM), die Bremer HCCM Consulting GmbH und CONGRESS BREMEN, M3B GmbH. Im Februar 2019 zählten die Veranstalter 4.848 Teilnehmer. 196 Aussteller stellten ihre Produkte und Dienstleistungen vor, 490 Referenten gestalteten Vorträge und Workshops.

Informationen zum Programm 2020 sowie zu den Ticketpreisen finden Interessierte unter www.intensivmed.de

Online ist die Anmeldung noch bis zum 10. Februar 2020 möglich, danach vor Ort an der Tageskasse.

Quelle: Messe Bremen