Montag 28.05.2018 05:20
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Beatmungspflegeportal - 15.05.2018

Bremer Pflege- und Deutschen Wundkongress (DEWU)

Von Mittwoch bis Freitag, 16. bis 18. Mai 2018, versammeln sich beim Bremer Pflege- und Deutschen Wundkongress (DEWU) rund 4.800 Ärzte, Pflegende, Forscher und Vertreter der Gesundheitswirtschaft zu Austausch, Networking und Fortbildung in der Messe Bremen.

Themen des Bremer Pflegekongresses:

  • Der viel zitierte Fachkräftemangel – in der Pflege ist er längst angekommen. Migranten könnten helfen, diese Situation zu verbessern. Die Medizinische Hochschule Hannover startete im Mai 2016 zusammen mit der AWO und ALBuM der Koordinationsstelle der Stadt Hannover, ein Projekt zur Rekrutierung von Flüchtlingen, die an einer Pflegeausbildung interessiert sind. Ihr Ziel: Migranten mittels Sprachförderung für eine Pflegeausbildung vorbereiten und ihnen bei der Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Qualifikation unterstützen. Was daraus geworden ist? Das erfahren Teilnehmer am Donnerstag im Vortrag „Migration und Pflege“ (9.00 bis 10.00 Uhr, Salon Bergen).
  • Derzeit weiß man noch wenig über die reale Lebenssituation pflegebedürftiger lesbischer Frauen und schwuler Männer im Alter. Die Sitzung „Anerkennung homosexueller Identitäten im Setting der Altenpflege“ soll diese Wissenslücke schließen. In einer Studie wurden 32 pflegebedürftige lesbische Frauen und schwule Männer sowie elf Pflegefachkräfte mit Erfahrung in der Pflege homosexueller Menschen befragt („Diversity in der Altenpflege“, Donnerstag, 9.00 bis 10.30 Uhr, Gruppenraum 4).

Themen des Deutschen Wundkongresses:

  • Neu beim Wundkongress sind die Sitzungen zur Grundlagenforschung in der Wundbehandlung, so zum Beispiel zum Physikalischen Plasma. Science Fiction oder tatsächlich eine mögliche Option in der Wundbehandlung? Aufschluss gibt der Vortrag „Heilung durch Kalt-Plasma: Pro Wunde & kontra Bakterien?“ am Freitag (09.30 bis 11.00 Uhr, Saal Lloyd).
  • Totgesagte leben länger – so könnte man die Situation des sogenannten „Mycobacterium tuberculosis-Komplex“ in Deutschland beschreiben. DennTuberkulose war hierzulande fast in Vergessenheit geraten – doch nun steigen dieFallzahlen wieder. Warum das so ist und wie ansteckend die Krankheit tatsächlichist, erfahren Teilnehmer am Freitag in der Sitzung „Tuberkulose – Comeback einesgefürchteten Erregers“ (10.00 bis 10.45 Uhr, Salon Sharoun).
  • Ein innovatives Bildgebungsverfahren soll bald dabei helfen, den Heilungsprozess von chronischen Wunden zu verkürzen. Das sogenannte Hyperspektral-Imaging (HSI) soll es Ärzten ermöglichen, Wunden innerhalb weniger Sekunden zu dokumentieren und Aussagen zur Durchblutung der Wunde sowie zu Behandlungserfolgen zu treffen. Wie die Technik funktioniert? Das erfahren Teilnehmer am Donnerstag im Vortrag „Wundlabor 2018“ (15.00  bis 16.30 Uhr, Saal Borgward)
  • Chronische Wunden heilen selbst nach Monaten trotz modernster Wundauflagen nicht. Doch für solche Patienten gibt es jetzt Hoffnung: Fischhaut. Wie diese neuartige Behandlungstherapie funktioniert und wie effektiv sie ist, erfahren Teilnehmer am Donnerstag im Vortrag „Fischhaut in der Wundbehandlung“ (9.00 bis 10.30 Uhr, Saal Kaisen).