Mittwoch 14.11.2018 14:32
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Beatmungspflegeportal - 12.05.2018

Jean-Dominique Bauby war 43 Jahre alt, Vater zweier Kinder und Chefredakteur des Magazins Elle in Frankreich, als ihn am 8.12.1995 ein Gehirnschlag all seiner bisherigen Lebensmöglichkeiten beraubt. Von diesem Tag an ist er vollständig gelähmt, unfähig zu sprechen, zu schlucken oder auch nur ein Glied zu rühren. Die einzige Möglichkeit, sich verständlich zu machen, ist das Blinzeln mit einem Auge. Fünfzehn Monate später beendet er ein Buch, das er seiner Therapeutin allein mit dem linken Augenlid diktiert hat.

Das Buch ist ein einzigartiges Dokument, in dem zum ersten Mal ein Opfer des Locked-in-Syndroms berichtet, was in einem Menschen vorgeht, der äußerlich zur Statue erstarrt, doch innerlich quicklebendig geblieben ist. Bauby selbst hat die Hoffnung nie aufgegeben. Die Krankheit hat ihn zu einem Schriftsteller gemacht, der nicht nur mit bewundernswertem Humor seine Situation analysiert, sondern Phantasie und das Schreiben als das beste Gegenmittel begreift.

Schmetterling und Taucherglocke
Autor: Jean-Dominique Bauby
Übersetzt aus dem Französischen von Uli Aumüller
144 Seiten, Deutscher Taschenbuch Verlag 7,90 €
ISBN 978-3423125659