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Beatmungspflegeportal - 13.08.2012

Pflege-Thermometer 2012

Im Rahmen der Studie Pflege-Thermometer 2012 hat das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) 535 Leitungskräfte zur Pflege auf Intensivstationen befragt. Dies ist bereits die sechste große Untersuchung der Pflege. Schwerpunkte waren Personalausstattung, Patientenversorgung, Patientensicherheit und Aufgabenbereich. Das Ergebnis war eindeutig: Personalmangel in der Pflege führt zu einer schlechteren Versorgung der Patienten. Des Weiteren kam heraus, dass das Pflegepersonal und die Ärzte häufiger auch auf gemeinsamer Ebene zusammenarbeiten und sich nicht mehr im Weg stehen. Dennoch gibt es ein Problem in der Nachwuchsgewinnung.

Die Studie zeigte vor Allem, dass kritische Zwischenfälle in der Patientensicherheit häufiger auftreten als angenommen. Die meisten erkannten Probleme waren vermeidbar, aber dazu ist eine hinreichende Einstellung von Fachpersonal  und technische Ausstattung nötig. Ein anderes Problem zeigt sich in der Kernarbeit, wie zum Beispiel der Medikamentengabe oder dem Verbandswechsel. Das befragte Pflegepersonal gab an, nicht ausschließen zu können, dass in ihrer letzten Arbeitswoche Fehler passiert sein könnten. Grund dafür ist, dass diese anstatt 2 Patienten gleich 3 versorgen mussten. Hier zeigt sich wieder, dass der Pflegepersonalmangel Risiken für den Patienten birgt. Dennoch nimmt der Stress für das Personal auf der Intensivstation zu. Die Patientenzahlen steigen, aber das Personal wird nicht aufgestockt. Die Folge sind häufigere und schwerere Erkrankungen, welche auch länger anhalten und häufiger wiederauftreten.

Es gibt aber auch positive Entwicklungen. Das Intensivpflegepersonal ist sich seiner Verantwortung bewusst und steuert auch des öfteren die Therapien, wie beispielsweise die Beatmungstherapie oder auch die kurzzeitige Medikamentengabe. Dies führt dazu, dass gut ausgebildetes Personal dringend gesucht wird, offene Stellen aber auch nicht direkt besetzt werden können. Daher wird das Personal häufig abgeworben. Dies bedeutet auch, dass der Nachwuchs nicht gewährleistet ist.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.

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