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Beatmungspflegeportal - 30.07.2012

Pflege braucht Eliten

Um auf die neuen Herausforderungen im Gesundheitswesen adäquat zu reagieren, hat sich der Wissenschaftsrat der drei deutschen Pflegeforschungsverbünde für eine teilweise Akademisierung der Gesundheitsfachberufe ausgesprochen. Das Projekt „Pflege braucht Elite“ fordert, dass 10 bis 20 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs mit ihrem Bachelor auch eine Befähigung zur unmittelbaren Tätigkeit am Patienten und eigenständigen Mitarbeit bekommen. Eine solche Forderung wurde auch schon 1992 ins Leben gerufen, jedoch nie realisiert. Das Resultat war nur, dass die Pflegeforschung und -wissenschaft an Bedeutung gewann. So wurden Pflegewissenschaftler, Pflegepädagogen und Pflegemanager an den Fachhochschulen qualifiziert. Diese besitzen die notwendige wissenschaftliche Kompetenz zur Lösung verschiedener Probleme. Es können neue Konzepte erarbeitet werden und diese dann implementiert und evaluiert. Außerdem wird auch das Aufgabenverständnis der Pflege erweitert.

Es ist also an der Zeit der Pflege auf Hochschulebene einen dauerhaften Platz einzuräumen. Bisher ist solches nur einzeln realisiert worden oder die Lehrstühle unzureichend ausgestattet. Des Weiteren zeigt der demographische Wandel, dass eine Änderung unablässig ist. Es gibt immer mehr chronisch kranke und pflegebedürftige ältere Menschen, die es zu versorgen gilt. Daher werden auch die Versorgungsabläufe zunehmend komplex. Es gibt jedoch Widerstand: Mediziner und Ärztekammern sträuben sich gegen die Neuerungen. Diese fordern eine sorgfältige Prüfung, ob eine Verlagerungen auf die Hochschulen zulässig und gewollt ist. So wird eine nötige Entwicklung erheblich eingeschränkt.

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