
Wenn ein Beatmungspatient nach seinem Klinikaufenthalt soweit stabilisiert ist, dass er nach Hause möchte und sich dort von einem Pflegedienst, der Beatmungs- und Intensivpflege anbietet, weiterpflegen lässt, sind im Vorfeld viele verschiedene Komponenten zu berücksichtigen.
Gregor H. Lang, stellvertretender Geschäftsführer der Familien- und Krankenpflege Bochum, ist seit 5 Jahren auf dem Gebiet der außerklinischen Beatmungs- und Intensivpflege vor Ort tätig. Spezialisiert auf die fachpflegerische Betreuung von tracheotomierten Kindern und Erwachsenen im häuslichen Umfeld bieten Lang und sein 300-köpfiges multiprofessionelles Team in ganz NRW 24-Stunden-Versorgungen an. Seit März 2009 gibt es auch eine Zweigstelle der Beatmungs- und Intensiv pflege in Mainz. „Der Patient steht bei uns im Mittelpunkt“, sagt Lang. „In keinem anderen Leistungsspektrum stellen sich so viele unterschiedliche Versorgungsfragen, die sich nach den individuellen Bedürfnissen der Patienten richten, wie in der häuslichen Beatmungs- und Intensivpflege“, erklärt der gelernte Diplom-Psychologe: „Wir arbeiten in einem 3-Schicht-System bei unseren Patienten, damit wir überhaupt eine einwandfreie 24-Stunden-Versorgung gewährleisten können.“ Neben der fachpflegerischen Versorgung der Kunden bietet die Fachabteilung für außerklinische Beatmungs- und Intensivpflege auch eine Wohnberatung, die Unterstützung bei der Kostenberechung, auf Wunsch eine psycho-soziale Betreuung der Kunden und Angehörigen sowie eine Begleitung des Kunden in den Urlaub und die Koordination der Versorgung des
Kunden mit Verbrauchsmaterialien an.

Von der Entscheidung bis zur Versorgung
„Heinen + Löwenstein“ ist Hersteller und Vertriebsunternehmen von hochwertigen Medizinprodukten mit den gewachsenen Unternehmensschwerpunkten Neonatologie, Anästhesie, Schlafmedizin und respiratorische Therapie. Daniel Licina, Mitarbeiter aus dem Vertrieb Homecare sieht seine täglichen Aufgaben in der Hilfsmittelbeschaffung: „Gerade im Bereich der Heimbeatmung nehmen wir seit vielen Jahren eine marktführende Position ein“, so Licina. Sobald bei einem Patienten ein Versorgungsfall gegeben und durch eine ärztliche Verordnung sichergestellt ist, kann die Firma Heinen + Löwenstein kontaktiert werden. „Bei uns findet eine Weiterleitung der Verordnung und des Kostenvoranschlags an die Krankenkasse des Patienten mit Antrag auf Kostenübernahme meist noch am selben Tag statt“, erläutert Licina, „die Rückmeldung der Krankenkasse gibt dann Aufschluss darüber, welche Art und welchen Umfang die bewilligten Hilfsmittel und Materialien betragen dürfen.“
Nicht selten ist es auch eine Aufgabe von Mitarbeitern der Medizinproduktfirma sich den Patienten vor Ort anzusehen und mit den behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal gemeinsam zu entscheiden, welche Produkte benötigt werden. Hier führt eine enge Zusammenarbeit zwischen Heinen + Löwenstein, den Sozialdiensten der Krankenhäuser und der Familien- und Krankenpflege Bochum zu einer optimalen Überleitung des Patienten aus dem Krankenhaus ins häusliche Umfeld.

Ein Leistungsvergleich ist immer sinnvoll
Irene Tepper ist Sachgebietsleiterin bei der BARMER GEK (bis zum 31.12.2009 BARMER), Deutschlands größter Krankenkasse, in Bochum. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse für Versicherte, die eine Intensiv- und Beatmungspflege benötigen, sind sehr umfangreich. Ergänzt werden die Leistungen der Krankenkasse durch Leistungen der Pflegekasse und – soweit notwendig – der Sozialhilfeträger. Für die Finanzierung außerklinischer Intensiv- und Beatmungspflege gelten festgelegte Vergütungssysteme. „Daher ist es wichtig, die angebotenen Leistungen der verschiedenen Pflegedienste genau zu vergleichen und sich so umfassend über das Preisleistungsverhältnis zu informieren“, so Irene Tepper. Folgende Fragen seien hierfür wichtige Anhaltspunkte: Wie viel Leistung bekomme ich für mein Geld? Wie viel Erfahrung hat der Pflegedienst auf dem Gebiet der Intensiv- und Beatmungspflege? Welche Referenzen gibt es? Um den geeigneten Pflegedienst zu finden, sei ein frühzeitiger Kontakt der Sozialberater mit den Kostenträgern sehr wichtig. Dieser vermeide Fehlentscheidungen. „Auf dem Gebiet der Intensiv- und Beatmungspflege arbeiten wir schon seit Jahren mit der entsprechenden Fachabteilung der Familien- und Krankenpflege Bochum gut zusammen“, sagt die Mitarbeiterin der BARMER GEK. „Für uns ist eine ehrliche Kommunikation mit allen Beteiligten genauso wichtig wie eine dauerhafte Versorgungsgarantie. Nur so ist es möglich, die bestmögliche Versorgung für den Versicherten sicher zu stellen.“
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