Donnerstag 21.09.2017 21:15
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Beatmungspflegeportal - 09.08.2017

UKE-Studie: Weniger Menschen wegen Passivrauchens an Lungenkrebs gestorben

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in einer Studie ermittelt, dass die Zahl der auf Passivrauchen zurückzuführenden Todesfälle in den vergangenen 20 Jahren trotz einer allgemein alternden Bevölkerung gesunken ist. Als Vergleich diente eine Studie, die UKE-Studienleiter Prof. Dr. Heiko Becher bereits 1994 mit den damals aktuellen Zahlen durchgeführt hatte. Die Forscher gehen davon aus, dass der Rückgang auf den seitdem gestiegenen Schutz der Nichtraucher zurückzuführen ist.

Im Jahr 2012 sind rund 47.000 Menschen an Lungenkrebs gestorben. Darunter waren etwa 6000 Nichtraucher. Basierend auf diesen Zahlen haben die Wissenschaftler errechnet, dass 7,6 Prozent der männlichen und 4,7 Prozent der weiblichen Lungenkrebstodesfälle bei den Nichtrauchern auf Passivrauch zurückzuführen sind. Insgesamt waren im Jahr 2012 ein Viertel der nichtrauchenden Frauen und etwa 40 Prozent der nichtrauchenden Männer Passivrauch ausgesetzt. 1994 waren noch etwa 60 Prozent der Männer und 70 Prozent der Frauen Zigarettenqual ausgesetzt, z.B. durch einen rauchenden Partner.

Quelle