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Beatmungspflegeportal - 28.07.2014

Stammzellen halfen Mäusen gegen MS

US-Forschern ist es gelungen Mäuse mit MS-ähnlichen Symptomen durch Einsatz von Stammzellen vollständig zu heilen. Aber nicht die Stammzellen selbst halfen den Tieren, sondern vielmehr die Substanzen, die von ihnen freigesetzt wurden. Aber auch eine Reihe an Prozessen, die durch die Stammzellen angeregt wurden,  kann der Grund für die Genesung der Mäuse sein. Nun gilt es die Stoffe oder Prozesse zu identifizieren, um eine Therapie daraus entwickeln zu können.

Für den Versuch injizierte man Mäusen mit MS-ähnlichen Symptomen gezüchtete menschliche neurale Stammzellen. Normal werden fremde Stammzellen vom Körper schnell wieder abgestoßen, doch zehn bis 14 Tage nach der Behandlung, hatten sich die Symptome der Mäuse gebessert. Angriffe auf körperliche Strukturen nahmen ab und auch die Schäden an der Meylinschicht waren nicht mehr zu erkennen. Ein halbes Jahr später konnten die Tiere wieder laufen. Allerdings waren die menschlichen Stammzellen wirklich abgestoßen worden, denn nach nur einer Woche nach der Verabreichung waren keine Stammzellen mehr nachweisbar.

Vermutlich haben die menschlichen Stammzellen chemische Signale ausgesendet, die die körpereigenen Zellen dazu veranlasste, die MS-ähnlichen Schäden zu reparieren. Bisher deuten die ersten Versuche auf das Protein TGF-beta hin. Dies ist ein Wachstumsfaktor. Es liegt allerdings noch viel Arbeit vor den Forschern, bis sie die wahren Gründe entschlüsselt haben.

Quelle