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Beatmungspflegeportal - 03.08.2017

Stärke des Händedrucks kann Grad der Lungenerkrankung anzeigen

Unser Händedruck sagt nicht nur etwas über unsere Persönlichkeit aus, sondern lässt auch Rückschlüsse auf unsere Gesundheit zu. Zum Beispiel gibt es einen Zusammenhang zwischen nachlassender Muskelkraft und dem Risiko, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Wie jetzt US-Forscher vom American College of Chest Physicians in Los Angeles berichten (siehe Chest 2016, Band 150/4, Seite 917A), kann die Stärke des Händedrucks auch einen Hinweis darauf liefern, ob Raucher ein erhöhtes Risiko für eine Verschlechterung ihrer Lungengesundheit haben. In der aktuellen Studie mit 441 Rauchern mit oder ohne COPD-Erkrankung wurde untersucht, ob die Stärke ihres Händedrucks mit ihrer Körperzusammensetzung zusammenhängt. Dazu wurden Daten über das Ausmaß der Brustmuskulatur und des Unterhautfettgewebes der Studienteilnehmer erhoben. Zusätzlich wurde über einen Zeitraum von 2,6 Jahren das Auftreten von Exazerbationen dokumentiert.

Raucher mit schwachem Händedruck und einem geringen Muskelanteil im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht und ihrer Körpergröße haben ein erhöhtes Risiko für Exazerbationen. Die Forscher konnten zum Beispiel ermitteln, um welchen Faktor die Stärke des Händedrucks in Abhängigkeit von der Fläche des Brustmuskels steigt und um welchen Faktor der Händedruck in Abhängigkeit von der Fläche des Unterhautfettgewebes sinkt. Um den Schweregrad einer COPD zu bestimmen und damit dem Patienten eine genauere Prognose geben zu können, wird grundsätzlich eine Lungenfunktionsuntersuchung durchgeführt. Bei obstruktiven Ventilations-störungen wie der COPD sind die Atemwege verengt, die Atmung ist erschwert, besonders beim Ausatmen muss gegen einen erhöhten Widerstand geatmet werden. Die Forscher vom American College of Chest Physicians in Los Angeles raten dazu sich mit Lungensport, Ausdauer- und Krafttraining fit zu halten. Körperliche Fitness, die sich z.B. durch Muskelkraft ausdrücken lässt, beeinflusst die Prognose von COPD ganz entscheidend.

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