
Die Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin im St. Hildegardis-Krankenhaus in Mainz ist die größte pneumologische Klinik in Rheinland-Pfalz. Hier werden unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Cornelius Kortsik die neuesten therapeutischen und diagnostischen Verfahren zur Behandlung der Patienten mit Lungenerkrankungen eingesetzt. Der renommierte Lungenfacharzt und Allergologe führt auch das Lungenzetrum, das die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) im letzten Jahr mit dem Qualitätszertifikat auszeichnete.
In der pneumologischen Klinik werden alle Formen von Lungen- und Atemwegserkrankungen versorgt. Dazu zählen bösartige Tumorleiden genauso wie chronische Lungen- und Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel das Asthma bronchiale und die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Aber auch Komplikationen, die aus diesen Primärerkrankungen resultieren, werden in der Abteilung behandelt. Dazu gehören zum Beispiel das Lungenemhysem, die respiratorische und ventilatorische Insuffizienz sowie die corpulmonale und pulmonale Hypertonie. Drei Stationen verfügen über 83 Betten zur Behandlung von Patienten mit Lungenerkrankungen. Für Patienten, die intensiv medizinisch versorgt werden müssen, stehen Betten auf der interdisziplinären Intensivstation bereit. Zur Abteilung gehören außerdem eine gesonderte Infektionsstation, ein großes Schlaflabor sowie das Zentrum für nicht-invasive Beatmung.
Nicht-invasive Beatmung
In der Klinik wird seit vielen Jahren die nicht-invasive Beatmung praktiziert, Prof. Dr. Kortsik und sein Team können daher bei dieser Behandlung auf viel Erfahrung zurückgreifen. Auf den Stationen stehen mehrere Überwachungsplätze für beatmete Patienten zur Verfügung. Schwerpunkte des Zentrums sind das Weaning von langzeitbeatmeten Patienten sowie die Intensiv- und Beatmungsmedizin mit mehreren Monitor-Überwachungsplätzen und kompletter Intensivausstattung. Zudem behandelt das Ärzte-Team schlafbezogene Atmungsstörungen, Lungenemphyseme, Lungenfibrosen sowie seltene Lungenerkrankungen. Physio- und Atmungstherapeuten mobilisieren Patienten früh und sorgen dafür, dass diese möglichst zeitnah nach Hause entlassen werden können.
Schwerpunkt Tumor
Lungenkrebs stellt in Deutschland die dritthäufigste aller Krebserkrankungen und die vierthäufigste Todesursache dar. Ein weiterer Schwerpunkt der pneumologischen Klinik ist daher auch die Betreuung und Behandlung von Patienten mit tumorösen Erkrankungen der Atemorgane. In der Abteilung, die als Lungenzentrum zertifiziert worden ist, wird wöchentlich eine interdisziplinäre Tumorkonferenz abgehalten. Chemotherapien werden zusätzlich zur konventionellen Be handlung auch im Rahmen wissenschaftlicher Studien durchgeführt. Die thoraxchirurgische, strahlentherapeutische und medikamentöse Tumorbehandlung bei Patienten mit Krebserkrankungen der Lunge und des Rippenfells erfolgt in enger Zusammenarbeit mit allen anderen Abteilungen des Hauses.
Moderne diagnostische und therapeutische Maßnahmen
Im St. Hildegardis-Krankenhaus kommen diagnostische und therapeutische Maßnahmen wie flexible und starre Bronchoskopien mit endobronchialem Ultraschall (EBUS) zum Einsatz. Weitere Maßnahmen sind neben den thorakoskopischen Untersuchungen die endobrochiale Stentimplantation. Bei dem Letzteren werden die durch die Blutgerinnung oder durch den Laser wiedereröffneten, großen Atemwege offengehalten. Weitere Maßnahmen, die in der Abteilung durchgeführt werden: die Anlage von Thoraxdrainagen, Pleurodesen, transthorakale Punktionen, Punktionen von Pleura, Aszites, Leber und Knochenmark, Lumbalpunktionen sowie die Anlage von zentralvenösen Kathetern. Tumor-Gewebe wird mit Hilfe der Argon- Plasma Koagulation entfernt. Dabei wird Tumorgewebe gewebsschonend verbrannt und verschlossene Tracheal- und Bronchusstenosen wieder geöffnet. Das Ärzte-Team setzt außerdem die Kryo therapie, den trans-ösophagealen Ultraschall, die Endobronchiale After-Loading Therapie, die Interventionelle Thorakoskopie und die Mediastinoskopie ein. Letztere hilft bei der Beurteilung von vergrößerten Lymphknoten und bei der Stadieneinteilung von Lungentumoren. In den vergangenen Jahren wurden in der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin jeweils rund 3.600 Patienten pro Jahr stationär behandelt.
Diese Reportage der Asklepios Kliniken behandelt das Thema der Entwöhnung von Beatmungsgeräten.
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