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Beatmungspflegeportal - 03.09.2015

Proteasom fördert die Entstehung von Lungenfibrose

Das Proteasom kann als eine Art molekularer Schredder angesehen werden. Dieser recycelt fehlerhafte und überflüssige Moleküle und sorgt so dafür, dass die Zelle sauber bleibt und dass kein Material verschwendet wird. Weist das Proteasom eine erhöhte Aktivität auf, kann es jedoch auch sein, dass es die Entstehung von Lungenfibrose fördert.

Bei der idiopathischen Lungenfibrose kommt es zu einer massiven Anreicherung von Binde- und Narbengewebe in der Lunge. Diese wird von den Myofibroblasten, ein Zelltyp, der eine Zwischenform von einem Fibroblasten und einer glatten Muskelzelle ist, verursacht. Myofibroblasten sind u.a. für die Formgebung des Schleimhautreliefs zuständig. Die verstärkte Anreicherung von Binde- und Narbengewebe in der Lunge führt zu einem zunehmenden Verlust der Lungenfunktion.

Forscher fanden nun heraus, dass sowohl in künstlich hergestelltem Gewebe als auch bei Testpersonen, die an IPF (idiopathische Lungenfibrose) erkrankt waren, ein erhöhter Proteinumsatz stattfand. Vor allem die Umwandlung von normalen Bindegewebszellen in Myofibroblasten geschah sehr häufig. Hemmt man das Proteasom, so wird die Umwandlung von menschlichen Fibroblasten der Lunge in Myofibroblasten verhindert.

In weiteren Studien soll nun der  Einsatz von Substanzen getestet werden, die gezielt das Proteasom hemmen.

Quelle

Proteasom fördert die Entstehung von Lungenfibrose