Sonntag 25.02.2018 08:48
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Beatmungspflegeportal - 07.02.2018

Lungenfunktionsmessung im Rahmen der Vorsorge sollte Routine werden

Eine Untersuchung der Lungenfunktion sollte routinemäßig auch bei beschwerdefreien Rauchern und Exrauchern im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Dafür plädieren die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK), da auch beschwerdefreie Patienten mit bisher undiagnostizierter COPD ein erhöhtes Risiko für lebensgefährliche Verschlechterungen und Lungenentzündungen haben.
In den frühen Stadien einer COPD treten meistens noch keinerlei Krankheitsanzeichen wie Husten, Auswurf und Atemnot auf.

Eine möglichst frühe Erkennung und Behandlung dieser Lungenerkrankung ist aber wichtig, da es sich bei COPD um eine chronisch fortschreitende Krankheit handelt. Eine Diagnose lässt sich grundsätzlich auch schon in frühen Stadien mit einer einfachen Lungenfunktionsmessung, sogenannte Spirometrie, stellen. Diese Untersuchung wird aber bisher nur für Raucher mit typischen Beschwerden empfohlen. Das bemängeln die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) und plädieren dafür, die Spirometrie auch bei beschwerdefreien Rauchern und Exrauchern im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung routinemäßig durchzuführen. „Denn auch beschwerdefreie Patienten mit bisher undiagnostizierter COPD haben ein erhöhtes Risiko für lebensgefährliche Verschlechterungen und Lungenentzündungen“, warnt Dr. med. Thomas Voshaar, Vorstandsvorsitzender des VPK und Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien in Moers. Gerade die akuten Verschlechterungen z.B. im Rahmen einer Erkältung, beschleunigen das Fortschreiten der Erkrankung. Solche Akutverschlechterungen zu vermeiden, ist daher eines der wichtigsten Ziele einer COPD-Therapie.

Dass nicht nur COPD-Patienten mit entsprechenden Symptomen, sondern auch beschwerdefreie, undiagnostizierte Fälle gesundheitlich erheblich gefährdet sind, hat kürzlich eine groß angelegte Studie aus Dänemark mit über 95.000 Teilnehmern aufgezeigt, siehe "The Lancet Respiratory Medicine 2017, Band 5/5, Seite: 426-434".

Quelle