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Beatmungspflegeportal - 07.10.2014

Inhalative Cortisontherapie bei COPD nötig?

Wissenschaftler haben herausgefunden,  dass bei der schweren Form von COPD Cortison zum Einatmen nicht unbedingt verschrieben werden muss. Es kommt nicht zwangsläufig zu einer akuten Verschlechterung der Krankheit.

Bisher wurde immer eine inhalative Cortisontherapie verschrieben, um die akuten Verschlechterungen zu vermindern. Für eine Studie wurden nun aber Patienten mit zwei unterschiedlichen, lang wirksamen Medikamenten versorgt, die die Bronchen erweitern. Diese duale Erweiterung der Atemwege erzielt ein besseres Ergebnis als nur ein Medikament.

In einer weiteren Studie testeten die Forscher mit 2488 Probanden, ob die zusätzliche Gabe von Cortison dem Patienten weitere Vorteile bringt. Für die Studie erhielt eine Gruppe ein Jahr lang eine Dreifachtherapie, in der zusätzlich Cortison verschrieben wurde.  In der anderen Gruppe wurde zunächst auch Cortison verschrieben, dann aber in mehreren Stufen über 18 Wochen auf null reduziert. Das Ergebnis zeigt, dass es keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Häufigkeit akuter Verschlechterungen gab.

Der Verzicht auf Cortison führt folglich zu keiner Verschlechterung.

Quelle