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Beatmungspflegeportal - 07.09.2015

Gewitter als Belastung für Pollenallergiker

„Es hat ja geregnet, da müsste es dir doch besser gehen!“ Solche oder ähnliche Sprüche kennen die meisten Pollenallergiker sicher. Es ist allgemein bekannt, dass die Pollenbelastung in der Luft durch ein Gewitter geringer wird. Tatsächlich erleben viele Menschen mit allergischem Asthma jedoch eine Verstärkung ihrer Krankheitssymptome: Trockener Husten, Brustenge, Atemnot. Auch bei einer weniger stark ausgeprägten Allergie können unmittelbar nach einem Gewitter typische Beschwerden auftreten.

Dieses Phänomen des sogenannten Gewitterasthmas ist bislang noch nicht völlig geklärt. Experten auf den Gebieten der Medizin und Meteorologie sehen die Ursache für die besondere Belastung in der elektrostatischen Ladung der Luft während eines Gewitters, was zu einer vermehrten Pollenfreisetzung führt. Wegen der höheren Luftfeuchtigkeit platzen die Pollen noch in der Luft und verteilen somit direkt die Symptome auslösenden Allergene.

Damit das herbeigesehnte Gewitter nicht zu einer zusätzlichen Belastung wird, empfehlen die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) und die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) allen Pollenallergikern, nach einem Gewitter etwa 30 Minuten zu warten, bevor sie ins Freie gehen. Nach dieser Zeit sollten die meisten Pollen zu Boden gesunken sein, sodass sich die Konzentration in der Luft deutlich verringert.

Quelle