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Beatmungspflegeportal - 26.01.2016

COPD-Risiko bei Heranwachsenden mit geringer Lungenfunktion erhöht

COPD-Risiko bei Heranwachsenden mit geringer Lungenfunktion erhöht
Bisher ging man davon aus, dass die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sich durch einen beschleunigten Funktionsverlust einer normalen Lungenkapazität infolge von langjährigem Tabakkonsum auszeichnet. Das trifft aber offenbar nicht auf alle COPD-Patienten zu, sondern lediglich auf die Hälfte. Die anderen 50% der Patienten entwickeln die Krankheit und damit auch den bezeichnenden Lungenfunktionsverlust mit alterstypischer Geschwindigkeit. Die Erkrankung an COPD erfolgt allerdings nur, weil diese Patienten von Anfang an eine geringere Lungenfunktion aufweisen. Das berichten Forscher aus Kopenhagen, die drei unabhängige Teilnehmerkohorten über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren beobachtet haben, siehe The New England Journal of Medicine 2015, Band 373, Seite:111-122.

Die Entwicklung einer normalen Funktion der Lunge im Lauf der Kindheit oder im frühen Jugendalter ist also ein wichtiger Faktor, der das COPD-Risiko der Betroffenen maßgeblich mitbestimmt. Eine nicht optimale Entwicklung der Lungenfunktion bei Heranwachsenden kann das COPD-Risiko im späteren Alter erhöhen.

Damit Heranwachsende eine normale bzw. optimale Lungenfunktion entwickeln können, sollten folgende Punkte eingehalten werden:

  • Kinder sollten grundsätzlich vor Passivrauchen geschützt werden
  • Asthma in der Kindheit sollte gut behandelt und unter Kontrolle gebracht werden
  • Teenager sollten nicht rauchen

Um den Verlust der Lungenfunktion zu bremsen, kann auch regelmäßiger, mehrmals wöchentlicher Ausdauersport wie Radfahren, Joggen, oder Schwimmen helfen.

Quelle