Dienstag 12.12.2017 17:02
Share |
 
Beatmungspflegeportal - 04.06.2017

COPD: Pneumologen bemängeln fehlende Ursachenbekämpfung

Lungenfachärzte kritisieren, dass in Deutschland keine ausreichenden Möglichkeiten für die Ursachenbekämpfung der Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zur Verfügung stehen.
Da die Rauchentwöhnung mit einigen Hindernissen verbunden ist, wird diese Behandlungs-möglichkeit von den meisten Pneumologen nicht genutzt, wobei sie sich einig sind, dass Rauchen als Hauptrisikofaktor für eine COPD genauso in den gesellschaftlichen Fokus gerückt werden sollte, wie die dringende Optimierung der Therapiemöglichkeiten. Die Mehrzahl der Fachärzte sehen hier den größten Kontrast zwischen gewünschtem Einsatz und tatsächlichen Einsatzmöglichkeiten. Ihre Hoffnung stecken die Pneumologen jetzt in das Disease Management Programm COPD, das ab 2018 die Tabakentwöhnung erstatten könnte.

Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge sind im Jahr 2014 27.008 Menschen an den Folgen der COPD gestorben. Bisher hat sich, nach Einschätzung der Pneumologen, noch keine Verbesserung ergeben.

Quelle