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Beatmungspflegeportal - 27.07.2019

Asklepios und SBK schließen Qualitätsvertrag zur Beatmungsentwöhnung

Modernste Geräte in den Asklepios Weaning-Zentren wie hier in Gauting - Dr. Nowak, Leitender Arzt Asklepios Gauting, mit Martin Spegel und Dr. Rolf Gerlicher von der Siemens- Betriebskrankenkasse. (Foto: Asklepios Kliniken GmbH)

Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) und die Asklepios Kliniken GmbH Co. KGaA haben heute einen Qualitätsvertrag zur Beatmungsentwöhnung von langzeitbeatmeten Patienten (Weaning) geschlossen. Asklepios ist der dritte und bislang größte Krankenhausträger, der diesem Qualitätsvertrag beigetreten ist und dessen Weaning-Zentren als Spezialkliniken zur Beatmungsentwöhnung zertifiziert sind. Asklepios betreibt spezialisierte Weaning-Zentren in seinen Standorten in Gauting, Bad Wildungen und Hamburg Harburg.

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland in Kliniken oder zu Hause künstlich beatmet werden, steigt kontinuierlich. Hochrechnungen von 2018 gehen bundesweit von 15.000 bis 30.000 Beatmungspatienten aus, die daheim versorgt werden. Hinzu kommen mehrere Zehntausend stationäre Behandlungsfälle. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass ca. 60 bis 70 Prozent der Patienten, die auf Akut-Intensivstationen nicht von der Beatmung entwöhnt wurden, doch noch ein erfolgreiches Weaning erreichen können, wenn sie in einem spezialisierten Weaning-Zentrum betreut werden. Die Asklepios Lungenfachklinik in Gauting ist so ein von der Fachgesellschaft DGP (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie) zertifiziertes Weaning-Zentrum. Der Vorteil: Ein speziell ausgebildetes Team von Ärzten, Pflegekräften, Atmungs- und Physiotherapeuten arbeitet mit einem strukturierten, individuellen Behandlungsplan auf eine Entwöhnung des beatmeten Patienten hin. Dafür stehen modernste Geräte für spezielle Beatmungsverfahren zur Verfügung.

„Die Erfahrung zeigt, dass der weitaus größte Teil der Patienten, die von chronischer respiratorischer Insuffizienz betroffen sind, von der Intensivstation nicht in ein Weaning-Zentrum entlassen werden, sondern direkt in die häusliche Umgebung zurückkehren. Erst einmal in der ambulanten Intensivpflege angekommen, werden die Möglichkeiten einer Beatmungsentwöhnung häufig gar nicht oder zumindest nicht systematisch hinterfragt“, sagt Dr. Lorenz Nowak, Leitender Arzt Intensiv- und Beatmungsmedizin an der Gautinger Asklepios Klinik. Genau hier setzt der Qualitätsvertrag an und schließt diese Lücke. Er ermöglicht im Interesse der Patienten eine zielgerichtete, unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den behandelnden Ärzten auf stationärer und ambulanter Ebene. „Wir arbeiten eng mit den betreuenden Hausärzten zusammen und stellen gemeinsam im Rahmen regelmäßiger Voruntersuchungen und einer anschließenden Fallkonferenz fest, bei welchen Patienten ein Entwöhnungsversuch von der künstlichen Beatmung erfolgsversprechend sein kann“, erklärt Dr. Nowak den Vorteil eines zertifizierten Weaning- Zentrums. In 60 Prozent aller Fälle gelingt es Spezialisten wie ihm, den Patienten von seiner Beatmung zu entwöhnen. „Dies steigert vor allem die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, führt aber natürlich auch zu spürbar weniger Kosten in der häuslichen Pflege“. Die Gesamtkosten für die Intensivpflege belaufen sich auf etwa 15.000 bis 20.000 Euro pro Versicherten und Monat. Hochgerechnet sind dies bundesweit 2 bis 4 Milliarden Euro pro Jahr.

Quelle: Asklepios Kliniken GmbH

 

 

 

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